Nachhaltiges Wohnen

Trotz der tropischen Temperaturen möchte ich euch natürlich auch weiterhin interessanten und dekorativen Wohngestaltungsideen überraschen. Im aktuellen Blog-Beitrag soll sich alles um nachhaltiges und gesundes Wohnen drehen. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, dann lest euch einfach die folgenden Tipps durch!



  • Erster Tipp: Recycling

Denkt ihr bei dem Wort Recycling auch zuerst an Pfandflaschen oder Mülltrennung? Ja? Im Prinzip ist das schon richtig. Doch die Wiederverwertung kann auch ganz anders aussehen und sich sogar für die eigenen vier Wände eignen. Aus alten Sachen können richtig schöne Dekorationen entstehen.

Bilderrahmen aus PET-Flaschen

Ihr benötigt:

  • leere Mineralwasserflaschen
  • Glasbilderrahmen
  • Heißklebepistole oder Kraftkleber
  • Bastelmesser

Fotos: www.creadoo.com

Mit dem Bastelmesser schneidet ihr vorsichtig die Böden der leeren Flaschen ab. Es sollten ca. 2,5 bis 3 cm vom Boden übrig bleiben. Danach klebt ihr die Böden mit eurem Kleber auf die Glasplatte des Bilderhalters, sodass ein Rahmen entsteht. Jetzt müsst ihr das Ganze lediglich noch ausreichend trocknen lassen und schon könnt ihr eure Wände mit dem Bilderrahmen aufpeppen.

Zeitungspapier als Ersatz für Geschenkpapier
Nostalgie pur! Gerade, wenn das jeweilige Geschenk an die ältere Generation unter uns gerichtet ist, kann das Zeitungspapier zu einem echten Hingucker werden.

Ihr benötigt:

  • das Geschenk sollte eine viereckige Form haben (alternativ in einer Box legen)
  • Zeitungspapier
  • weiße Borte
  • ein cremefarbenes Schleifenband
  • Strasssteinchen
  • Acrylfarbe oder weiße Plakafarbe
  • Alleskleber und Heißkleber

Geschenk in Zeitungspapier; Rechte: S. Fricke Foto: www.wdr.de

Zuerst wickelt ihr das Geschenk in Zeitungspapier ein und klebt es fest. Die Seite des Paketes, die nach oben zeigt, belegt ihr mit der Borte in Form eines großen Ovals und klebt sie ebenfalls fest.  Die mitte pinselt ihr dünn mit weißer Farbe an. Die Schrift der Zeitung sollte dabei noch durchschimmern! Nun bindet ihr noch eine Schleife aus dem weißen Schleifen Band und klebt diese auf die Borte. Nach Belieben könnt ihr die Borte auch noch mit Strass verzieren, das wirkt auf jeden Fall edel.
Viele weitere und hübsche Ideen findet ihr unter www.solebich.de.


  • Zweiter Tipp: Strom sparen leicht gemacht
Ich möchte euch nun ein paar simple, aber dennoch wirkungsvolle Hinweise zum Thema Strom sparen geben. Denn es ist gar nicht so schwer, wie es euch auf den ersten Blick erscheint! Natürlich lohnt es sich, alte Geräte zu entsorgen und neue zu kaufen – Aber wer hat schon das passende Kleingeld?
1. Elektro-Geräte ausschalten
Ihr könnt schon damit anfangen, eure Geräte ganz auszuschalten und nicht im Stand-by-Modus laufen zu lassen.  Desweiteren ist es vorteilhaft, Steckdosen mit Netzschalter zu kaufen. Denn so könnt ihr gleich mehrere Geräte durch das Betätigen eines einzigen Schalter auf einmal ausschalten.
2. Gefriertruhe abtauen
Gefriertruhen sollte man in der Regel ein- bis zweimal jährlich vollständig abtauen. Warum die Eiskruste so viel Strom verbraucht? Das Gerät muss mehr Leistung zur Temperatur-Aufrechterhaltung aufbringen. Und wie wir alle in Physik gelernt haben, fristt dies Strom… Wenn ihr auf das Abtauen keine Lust habt, solltet ihr euch überlegen, eine moderne Kühltruhe mit No-Frost-Technologie zuzulegen. Hier entsteht durch ein innovatives Umluftsystem, das die Truhe entfeuchtet, gar nicht erst eine Eisschicht!
2. Kühlschrank
Nix im Kühlschrank, weil ihr in den Urlaub fahrt? Dann schaltet derweile euren Kühlschrank aus oder stellt die geringste Kühlstufe ein. Lasst dabei aber die Tür offen, damit sich keine Schimmelpilze bilden. Eine stromsparende Idee, die sich auf eurer nächsten Stromabrechnung bemerkbar machen wird.
Übrigens: Wer gerade am Umziehen ist, sollte darauf achten, den Kühlschrank nicht direkt neben dem Herd zu platzieren. Denn: Je näher sich der Kühlschrank am Herd befindet, desto mehr muss er an Energie aufbringen, um seine Temperatur konstant zu halten.
3. Herd
Viele neue Herde verfügen über eine Ankochfunktion. Das spart nicht nur sehr viel Energie, sondern das Essen kocht so auch viel seltener über. Induktionsherde gehören zu den sparsamsten Varianten.
4. Geschirrspüler
Kurz und knapp zwei goldene Regeln, an die ihr euch beim Geschirrspülen halten könnt: 1. Nicht Vorspülen! 2. Das Gerät nur starten, wenn’s voll ist!
5. Waschmaschine
Waschmaschinen bekommen eure Sachen auch ohne Vorwäsche und bei 60°C anstelle von 90°C sauber. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Ist eure Wäsche sehr stark verschmutzt, z.B. mit schmierigen Chemikalien, dann ist diese Funktion durchaus erlaubt.


  • Dritter Tipp: Öko-Möbel

Öko-Möbel sind schadstoffarm und ressourcenschonend, und das nicht nur bei der Herstellung, sondern auch bei den verwendeten Materialien. Man legt Wert auf die Nachhaltigkeit. Um einmal zwei Beispiele zu nennen: Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und der Einsatz von recycelten sowie recycelbaren Stoffen. Vorbilder hierfür sind die skandinavischen Länder: Man verzichtet hier viel bewusster und stärker auf giftige Lacke, Leime oder Öle und reduziert den Kunststoffgebrauch.



  • Vierter Tipp: Öko-Siegel

Ihr fragt euch nun sicherlich, woran ihr die umweltschonenden Produkte erkennt. Ganz einfach: Es gibt ein paar Symbole, die euch geläufig sein bzw. werden sollten.

Foto: www.biobay.de
Der Blaue Engel vom Bundesumweltamt gilt als das weltweit älteste Umwelt-Gütezeichen. Ihn gibt es seit 1978. Mit diesem Symbol können Hersteller unterschiedlicher Branchen ihre Ware kennzeichnen. Momentan sind ca. 10.000 Produkte mit dem Blauen Engel ausgestattet. Dazu zählen beispielsweise strahlungsarme Telefone, lösungsmittelfreie Wandfarbe oder Recycling-Papier.

Foto: vikingtrae.com

FSC – kurz für Forest Stewardship Council – wurde 1993 in Rio de Janeiro ins Leben gerufen und symbolisiert Holz aus kontrolliertem Anbau. Ziel ist es, die Forderungen für eine nachhaltige Entwicklung der Wälder umzusetzen.

Foto: www.oekocontrol.com

Das ÖkoControl-Siegel existiert seit 1997 und zeichnet Möbel und Bettwaren aus, die auf Schadstoffe geprüft werden und als größtmöglich schadstoff-frei gelten. Dabei werden nur Waren aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Baumwolle, Latex oder Leinen getestet. Eingangsvoraussetzung für die Prüfung der kontrolliert biologische Anbau.

Foto: www.hohenstein.de

Das Gütezeichen RAL – Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung – steht unter anderem für Farben, Leder und Holz und wird Erzeugern von Komposten für ihre Produkte nach dem Gütesicherungsverfahren verliehen. Zu dieser Sicherung gehört die Überwachung der erzeugten Produkte.

…Insgesamt ist zu sagen, dass ihr so gut es geht lediglich Waren aus nachwachsenden und schadstofffreien Rohstoffen kaufen solltet. Das sind beispielsweise Holz, Baum- und Schurwolle und Bambus. Verzichtet auch auf Lösungsmittel. Bevor ihr Lacke, Wachse oder Öle kauft, schaut vorher nach, ob sie auf natürlicher Herstellungsbasis beruhen. Matratzen und Polsterungen bei Möbeln sollten ebenfalls natürliche Füllungen beinhalten (z.B. Kokos, Naturlatex, Rosshaar).


Vielleicht regt euch der Beitrag ein wenig zum Nachdenken an, was unsere Umwelt betrifft. Und wenn es nur eine Lampe weniger ist, die ihr abends anschaltet. Es wird sich bemerkbar machen, wenn die anderen Mitmachen! Und das nicht nur im Geldbeutel ;-) .

Oder habt ihr noch weitere sinnvolle Spartipps? Dann immer her damit, haut in die Tasten!

Sommerliche Grüße von eurer Wohnideen-Tante.

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